Grund- und Mittelschule Bad Griesbach


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Verabschiedung Franz-Paul Wimmer

Neu > 2010-2011

Schulfamilie verabschiedet Lehrer Franz-Paul Wimmer

Lehrerurgestein der Grund- und Mittelschule Franz-Paul Wimmer geht nach 42 Dienstjahren in Pension

Schweren Herzens verabschiedete die Schulfamilie der Grund- und Mittelschule Bad Griesbach in einer Feierstunde den beliebten Pädagogen in den Ruhestand. Neben dem Lehrerkollegium fanden sich dazu zahlreich geladene Gäste in der Schulaula ein.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung spielte Rektor Oswald Robl auf die Doppelfunktion von Franz-Paul Wimmer an, indem er erklärte, dass der zu Verabschiedende etwas später kommen würde, da er als zweiter Bürgermeister noch einen Termin wahrnehmen müsste, was die anwesenden Gäste mit einem Schmunzeln quittierten. Als dann Lehrer Wimmer, wie abgesprochen, zu dem vom Flötentrio vorgetragenen Musikstück die Aula betrat, konnte der offizielle Teil beginnen.

Rektor Oswald Robl...

... begrüßt die Gäste.

Ganz bewusst verzichtete der Schulleiter auf eine namentliche Begrüßung der Gäste. „Er begrüße heute alle Anwesenden als wichtige Freunde und Wegbegleiter von Franz-Paul Wimmer“, so Robl. Neben der Familie von Franz-Paul Wimmer waren u.a. der erste Bürgermeister Jürgen Fundke, Schulrat Klaus Jeggle vom Staatlichen Schulamt Passau, der Leitende Regierungsschuldirektor a.D. Anton Kreuz, die Schulamtsdirektoren a.D. Ludwig Scholler, Hans Rottbauer und Wilhelm Wölfel anwesend.

Rektor Robl übergab anschließen das Wort an Schulrat Klaus Jeggle, der den beruflichen Werdegang von Franz-Paul Wimmer kurz skizzierte: Nach dem Abitur in Fürstenzell und der Ableistung seines Wehrdienstes in Pocking studierte Wimmer an der damaligen Pädagogischen Hochschule in Regensburg, wo er auch das 1. Staatsexamen ablegte. Nach der 2. Staatsprüfung 1974 hatte er als Junglehrer seinen ersten Einsatz in Bad Griesbach, wo er in einer ersten Klasse unterrichtete. Schnell zog es ihn jedoch in die höheren Jahrgangsstufen. „Nur einmal in den ganzen Jahren wurde Franz-Paul Wimmer seiner Schule in Bad Griesbach untreu, für drei Jahre musste er in Haarbach unterrichten“, so der Schulrat weiter. „Für mehr als 1000 Schüler war er als Klassenleiter Erziehungsberater, Kummerkasten und Motivator in dieser langen Zeit“, resümierte der Schulrat. Besonders hob Klaus Jeggle in seiner Laudatio auch das kommunalpolitische Engagement hervor. „Es sei nicht immer selbstverständlich, sich auch ehrenamtlich politisch einzubringen“, lobte der Schulrat. „Der Name Wimmer wird immer mit der Schullandschaft in Bad Griesbach überaus positiv in Verbindung bleiben“, so Jeggle abschließend.

Danach händigte er im Namen der Regierung die Entlassungsurkunde an Franz-Paul Wimmer aus. Bei dieser Gelegenheit übergab er die Entlassungsurkunde auch an Heidi Wimmer, die nun ebenfalls offiziell in den Ruhestand versetzt ist. Heidi Wimmer, selbst über 30 Jahre Lehrerin und Konrektorin an der Bad Griesbacher Schule befand sich seit Februar 2007 in der Freistellungsphase der Altersteilzeit.


Rektor Oswald Robl erinnerte in seiner Rede an das erste Zusammentreffen mit Franz-Paul Wimmer vor 6 Jahren, als er damals die Schulleitung übernahm. „Vom ersten Augenblick an fühlte ich mich angenommen und akzeptiert, bei Franz-Paul Wimmer und seiner Frau Heidi“, erinnerte Robl. „Daraus entstand ein tiefes freundschaftliches Verhältnis zwischen beiden Familien mit vielen gemeinsamen Aktivitäten“, ergänzte der Schulleiter. Er lobte die vielen Facetten des scheidenden Pädagogen: „Franz-Paul Wimmer war ein Kollege, auf den man sich immer 100-prozentig verlassen konnte. Daneben natürlich Mitglied im Stadtrat, zweiter Bügermeister, begeisterter Golfer, Familienvater, Opa und vieles andere mehr“, zählte Robl auf. Besonders hob Oswald Robl die Unterstützung und Mittlerrolle von Franz-Paul Wimmer hervor, wenn es darum ging, schulische Belange im Stadtrat zu vertreten. Robl bezeichnete ihn als glühenden Verfechter der Schule.

Rektor Robl ergänzte: „Trotz guter Beurteilungen, die es ihm sicher auch ermöglicht hätten in den Bereich der Schulleitung zu wechseln, entschied er sich dafür Lehrer zu bleiben. Und das war er bis zum Schluss mit sehr viel Herzblut. Neben seinem prägenden Wirken in den Abschlussklassen brachte er seine Erfahrung auch in die Lehrerausbildung mit ein. 23 Jahre war er Praktikumslehrer an der Schule und betreute hier angehende Lehrerinnen und Lehrer.“ Zum Schluss überreichte der Schulleiter das Abschiedsgeschenk des Lehrerkollegiums und wünschte ihm vor allem viel Gesundheit.


Als Höhepunkt der musikalischen Einlagen sang der Lehrerchor für den scheidenden Kollegen zur Melodie des Schlagers „Das bisschen Haushalt“ das von Margarete Reichhart umgetextete Lied „Das bisschen Schule“, mit vielen heiteren Strophen aus dem Lehreralltag von Franz-Paul Wimmer.

Besonders gelungen war auch die von André Römer vorbereitete PowerPoint Präsentation die immer wieder zwischen den einzelnen Programmpunkten Bilder aus dem Leben von Franz-Paul Wimmer zeigte, die mit Sprechblasen und Musik unterlegt waren und für viele Lacher im Publikum sorgte.


Bürgermeister Jürgen Fundke würdigte den zukünftigen Pensionär für seine Zuverlässigkeit als Bindeglied zwischen Stadt und Schule. „Ganz besonders möchte ich die Rolle als Begleiter auf dem Weg zur Gründung des Schulverbundes mit Fürstenzell hervorheben“, betonte Fundke. Mit einem Augenzwinkern erklärte er seinem Stellvertreter, dass 42 Dienstjahre schon enorm sind. Hätte er aber zwei bis drei Schüler von seinem Kaliber gehabt, dann hätte er nervlich bedingt wahrscheinlich schon viel früher in Pension gehen müssen. Er freue sich auf jeden Fall für Franz-Paul Wimmer über dessen Pensionierung und betonte, dass durch die neugewonnene Freizeit bestimmt kein Leerlauf entstehen würde – dafür werde er sich persönlich kümmern und Wimmer in Zukunft noch mehr als zweiten Bürgermeister in die Pflicht nehmen, schmunzelte der Rathauschef.


Am Ende der Veranstaltung war es an Franz-Paul Wimmer selbt das Wort zu ergreifen. In seiner launigen Rede ließ er noch einmal die letzten Jahrzehnte seiner Lehrertätigkeit Revue passieren. Franz-Paul Wimmer gab dabei offen zu: „Mathematik zu unterrichten war nicht mein Ding. Gott sei Dank hatte ich hier immer rücksichtsvolle Schulleiter, wie die anwesenden Schulamtsdirektoren a.D. Wilhelm Wölfel und Hans Rottbauer, die dies bei der Stundenplangestaltung berücksichtigten.“ Deutsch, Arbeitslehre, Religion und Sport waren die Fächer, in denen er seine Schüler mit viel Engagement und Herzblut unterrichtete. Lehrer Franz-Paul Wimmer gab noch weitere humorvolle Anekdoten aus seiner Lehrertätigkeit zum Besten. Am Ende resümierte er: „Ich kann mit Stolz auf ein erfülltes Berufsleben zurückblicken und freue mich jetzt auf meinen Ruhestand, der bestimmt nicht ruhig sein wird.“ Danach lud er alle anwesenden Gäste zu einem Imbiss und Umtrunk ein.

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