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Mit Sonnen-Energie auf den König des Bayerischen Waldes
Solarkraftwerk auf dem Arber ist ein Modellprojekt der E.ON Bayern und der Bergbahn
Auf Einladung von E.ON Bayern besuchten die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen der VS Bad Griesbach zum Abschuluss des Projekts „Zeitung in der Schule“ den Arber. Im strömenden Regen und bei eisigen Temperaturen, starteten die Kinder mit ihren Lehrerinnen Susanne Maier und Theresa Schätzl in Richtung Bayerischer Wald. Nach fast zwei Stunden Fahrzeit hatten sie ihr Ziel erreicht. Nebel versperrte jedoch die Sicht und nur ein leises Surren der Gondelbahn war zu hören.
Herr Schölling, stellvertretender Betriebsleiter der Arber Bergbahn, begrüßte die Gäste herzlich in seinem „Revier“. Er führte die Gruppe zuerst in eine große Garage, in der sich drei, der insgesamt vier „Pistenbullys“, befanden. Diese Fahrzeuge besitzen 330 PS und sind dafür verantwortlich, die Pisten zu präparieren. Täglich ab 22 Uhr arbeiten diese „Monster“ mit dem sogenannten „Seilwindensystem“. An jedem Fahrzeug befindet sich an der Rückseite ein Drahtseil mit Anker. Dieser kann dann an den 12 Ankerpunkten auf der Piste eingehängt werden. So ist es möglich auf einer Länge von 1000 Metern die Pisten bestens für den nächsten Tag vorzubereiten. Großen Anklang fand dann noch das Probesitzen in den Schneefahrzeugen.
Im Anschluss daran, erfuhren die Schüler einiges über Schneekanonen. Nur mit Hilfe dieser Maschinen kann die Schneesicherheit und eine gute Piste gewährleistet werden. 28 Schneeerzeuger wandeln bei geeigneten Temperaturen Wasser in Schnee um. Am vorderen Ende der „M 20“ befinden sich kleine Düsen, die das Wasser 50 Meter weit in die Luft schleudern. Das Wasser für die Kanone stammt von einem nahe gelegenen Teich, der ca. 13000 Kubikmeter Wasser speichern kann.
Auch für Kinder und Familien hat das Winterparadies ein Herz. So findet man im „ArBär-Kinderland“ optimale Bedingungen für Anfänger und Wiedereinsteiger. Drei Förderbänder, auch Zauberteppiche genannt, ein Skikarussell und flache Anfängerpisten erleichtern den Einstieg zum Ski- oder Snowboardfahren.
„Wann dürfen wir endlich in die Gondel?“, war der Satz, der von den Kindern immer wieder zu hören war. Und endlich war es so weit. Herr Schölling forderte die Schüler auf, immer zu sechst in die Gondel einzusteigen. Nervosität machte sich bei einigen breit. Für viele war es das erste Mal, mit einer Gondel zu fahren. Auf dem „Flug“ über die offizielle Ski-Weltcup Piste, konnten die Kinder schon einen kleinen Eindruck von der Arberregion gewinnen.
Die Solargondelbahn bringt Natur- und Skisportfreude bei Wind und Wetter auf den Großen Arber. Mit einer Höhe von 1456 m über NN ist der Arber der höchste Berg des Bayerisch-Böhmischen Grenzgebirges und wird auch „König des Bayerischen Waldes“ genannt. Noch immer lag der Berg im Nebel. So konnte auch die von E.ON Bayern auf dem Dach der Bergstation installierte Photovoltaikanlage mit ihren 50 m² nur umrisshaft erkannt werden. Der stellvertretende Betriebsleiter klärte die Schüler aber darüber auf, dass diese Anlage jährlich 5000 Kilowattstunden Strom für die Arber-Bergbahn produziere. Der noch fehlende Strombedarf wird mit Hilfe von Wasserkraft umweltfreundlich erzeugt. Die Anlage ist seit 1999 im Betrieb und befördert jährlich ca. 16000 Menschen auf den Berg.
Nach einer kleinen Verschnaufpause ging die Tour weiter zum Gipfelkreuz. Eisiger Wind wehte den Schülern um die Ohren. Noch nicht oben angelangt, machten einige „Umweltsünder“ gleich mal Bekanntschaft mit den Arber-Rangern. Sie sind die Chefs in luftiger Höhe. Mit ihnen ist nicht zum Spaßen. Sehr streng beobachten sie das Verhalten der Besucher. So klärte ein Ranger die Jugendlichen gleich darüber auf, dass ein Berg ein Naturschutzgebiet sei und weder die Wege verlassen, noch Müll entsorgt werden darf. Auch Pflanzen stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt werden. Beim Hinweis auf die sehr hohen Geldstrafen wurden einige Schüler sehr klein.
Nach der wohlverdienten Mittagspause in Deutschlands höchstem Standesamt, öffnete der Himmel seine Pforten. Die Sonne nutzte die Wolkenlücken und zeigte den Besuchern den Arber von seiner schönsten Seite.Viele Schüler nutzen nochmals die Chance und erklommen den Gipfel um die herrliche Aussicht in den Bayerisch-Böhmischen-Wald zu genießen bevor sie die Heimfahrt antreten mussten.
(Susanne Maier)