Grund- und Mittelschule Bad Griesbach


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Berufseinstiegsbegleitung

Neu > 2008-2009

Zusätzliche Hilfestellung auf dem Weg ins Arbeitsleben bietet die Bundesagentur für Arbeit mit dem neuen Programm ,,Berufseinstiegsbegleitung” gerade leistungsschwächeren Schülern oder Jugendlichen mit Migrationshintergrund an. Als einer von bundesweit insgesamt 1000 Standorten für dieses Pilotprojekt ist die Volksschule Bad Griesbach ausgewählt worden, die dadurch im Landkreis Passau eine Alleinstellung einnimmt. 15 junge Leute — schwerpunktmäßig aus der 8. Jahrgangsstufe — sind bereits dafür ausgesucht. Erfahrungsgemäß die geringsten Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden, besitzen Bewerber, die nicht einmal einen Hauptschulabschluss - geschweige denn den ,,Quali” — vorweisen können. An diesem Punkt setzt die modellhafte Erprobung der so genannten Berufseinstiegsbegleitung an, die es Jugendlichen ermöglichen soll, diese Voraussetzungen zu erreichen. An der Volksschule Bad Griesbach, neben den Hauptschulen Passau-Neustift und Freyung sowie der Don-BoscoSchule Grafenau einzige Pilotprojekt-Einrichtung im gesamten Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit Passau, sind gestern die in Frage kommenden Personen auserkoren worden. Weitere 15 Schüler kommen ab August bei der sicher bis 2012 für jeweils zwei Jahre laufenden Maßnahme hierzu, deren Träger die Bundesagentur für Arbeit ist. Bei der Vorstellung des Programms im Kreis der auserwählten jungen Leute — vorrangig Schüler der so genannten VorEntlassklassen (8. Jahrgangsstufe) — verwies Konrektor Rainer Kirschner auf die Besonderheit des Angebots. Er sicherte namens der Schulleitung auch zu, dass dafür keine zusätzliche Zeit in Anspruch genommen werden müsse und nach Möglichkeit Freistunden genutzt würden. Reinhold Zillner von der Agentur für Arbeit, den Jugendlichen bereits von der Berufsberatung her bekannt, sprach von einer noch intensiveren Unterstützung bei der Berufsorientierung — angefangen vom Bewerbungstraining bis hin zur Auswahl der Ausbildungsbetriebe. Matthias Hesse, Geschäftsführer der neben der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) und den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) in die „Berufseinstiegsbegleitung” eingebundenen vhs-Tochtergesellschaft ebiz GmbH, machte die Hauptschüler nicht nur auf das gemeinsame Bemühen um eine Lehrstelle aufmerksam, sondern auch auf die vorgesehene Weiterbegleitung nach Beginn der Ausbildung bis zu einer Dauer von sechs Monaten. Als ,,eine Art Nachhilfe” bezeichnete Hesse das von ebiz hierfür bereit gestellte Spektrum, wobei auf sehr viel Erfahrung mit Jugendlichen, die nach der Schule keinen Ausbildungsplatz hätten, und auf beste Kontakte zu den Betrieben in der Region zurückgegriffen werden könne. ,,Nutzt diese Hilfe”, appellierte der ebiz-Verantwortliche an die jungen Zuhörer, denen er wünschte, auf diesem Weg auch die richtige Berufswahl-Entscheidung zu treffen.

v.l.: ebiz-Geschäftsführer Matthias Hesse, Berufsberater Reinhold Zillner, Lehrerin Susanne Maier, Lehrer Hans Stöckl, Rektor Oswald Robl, Ebiz-Berufseinstiegsbegleiter Reinhold Pangerl

Einen Ausbildungsplatz zu finden und diesen auch zu halten — das nannte Hesse als eines der Kernziele. Bei dem Pilotprojekt zur Seite stehen wird den Nutznießern als ,,Berufseinstiegsbegleiter” Reinhold Pangerl von ebiz — ab Sommer dieses Jahres unterstützt von einer weiteren Kraft, voraussichtlich einer Diplom-Sozialpädagogin beziehungsweise einem Diplom-Sozialpädagoge Pangerl, als Radio- und Fernsehtechniker-Meister mit reichlich praktischer Erfahrung — unter anderem auch selbst als Lehrherr — ausgestattet, wird regelmäßig an der Volksschule Bad Griesbach präsent sein. Er kündigte seine Bereitschaft an, bei Bedarf alles persönlich, ,,unter vier Augen”, mit den Schülern zu besprechen. Um den Start des Pilotprojekts — spätester Termin ist der 1. Februar — nicht zu gefährden, mahnte Berufsberater Reinhold Zillner gestern zur Eile. Die 15 Aspiranten sollten daher möglichst rasch mit ihren Eltern darüber reden und der Schule möglichst schon bis zum heutigen Freitag über deren Zustimmung oder Ablehnung Bescheid geben. Bis spätestens kommenden Montag müsse die unterschriebene Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten vorliegen, so Zillner, der zugleich für die Teilnahme mindestens je eines Elternteils am Informationsabend am Montag um 19 Uhr in der Aula der Volksschule am Seilerberg warb. ,,Es ist wirklich eine große zusätzliche Hilfestellung”, unterstrich der Vertreter der Arbeitsagentur im Beisein der beteiligten Lehrkräfte Susanne Maier (9. Klasse) und Hans Stöckl (8. Klasse) vor den Schülern, denen entsprechendes Info-Material mitgegeben wurde. Wie es gestern hieß, besteht am Rande des Elternabends am Montag bereits auch Gelegenheit zu Einzelgesprächen mit Müttern und/oder Vätern. ,,Erhöhen Sie die Chancen Ihres Sohnes/Ihrer Tochter, einen guten Ausbildungsplatz zu finden”, ist im letzten Absatz des entsprechenden Anschreibens der ebiz GmbH an die betreffenden Erziehungsberechtigten zu lesen.



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